Was hindert dich eigentlich daran, einfach mal du selbst zu sein?

Februar 3, 2016

Das Strafgesetzbuch.

Das war natürlich ein Scherz. War das die Stelle, wo ich lachen sollte? Oder vor Angst zittern? Ein bitterer Scherz, ein qualvoller Scherz. Und doch sehe ich das kleine Stückchen Wahrheit daran in deinen Augen aufblitzen. Wie Du es schnell hast verstecken wollen, in der Hoffnung, ich würde es nicht entdecken. Ich bin schneller als Du, das müsstest Du doch wissen. Ich begleite Dich Tag und Nacht. Auch wenn man mich nicht sehen kann, so bin ich stets bei dir. Mal hinter Dir, mal vor Dir, mal unter Dir.

Ich weiß, dass du abhauen willst, deine Koffer sind schon gepackt. Du wartest nur noch auf das offizielle Go, das Zeichen, das Dir sagt, wo du hingehörst. Doch es kommt nicht. Kein Platz auf der Welt will Dir so recht passen, jeder Ort wird Dir zu klein. Willst losziehen und irgendwohin, ganz egal wohin, nur nicht hier bleiben. Bist stets auf der Flucht, hast Angst, erkannt zu werden. Dicht sind sie dir auf den Versen, deine kleinen Abenteuer, die Du tagtäglich mit Dir rumschleppst, die Du nicht loslassen willst oder kannst. Deine Koffer sind voll mit schweren Steinen; jeder Stein steht für eine kleine Enttäuschung, ein winziges Versagen, eine Träne. Deine Vergangenheit holt Dich ein – Schnell, laufe hier lang, versteck Dich dort, schau dabei weder nach rechts noch links. Hinterlasse keine Spuren. Weder auf deinem Weg noch im Leben anderer. Sei wachsam, kleines Mädchen, deine Vergangenheit klopft schon an der Tür.

Ich habe hier 15 Fragen für Dich, die Du Dir nie stellst – es aber tun solltest:

  1. Warum tue ich das?
  2. In wie weit lähmt mich meine Angst?
  3. Was kann ich tun, um mich stärker zu fühlen?
  4. Ist meine Langeweile ein Mangel an Klarheit oder Motivation?
  5. Welche Routine oder Gewohnheit schränkt mich ein?
  6. Wer war ich, bevor mir die Welt sagte, wer ich sein soll?
  7. Ist das, was ich denke, welches Bild andere von mir haben, eine Projektion meiner Unsicherheit?
  8. Wofür möchte ich gekannt werden?
  9. Renne ich vor dem weg, was ich nicht möchte, oder zu dem, was ich möchte?
  10. Glaube ich alles, was ich denke?
  11. Wo beruhige ich mich?
  12. Welche Aussage hat mein Zukunfts-Ich für mich?
  13. Wenn mein jüngeres Ich mich besuchen würde, wäre es stolz?
  14. Halte ich an etwas oder jemandem fest, bei dem mir das ganze Universum sagt, dass ich es/ihn loslassen soll?
  15. Fokussiere ich mich mehr darauf, wie mein Leben aussieht oder wie es sich anfühlt?

SchattenGeh ins LichtHaarspange


Poncho – C&A
Halskette – Promod
Haarspange – I Am

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5 comments

Ich zerbreche an einem Mann, der schwächer ist als ich | lila KEY Februar 9, 2017 at 10:47 am

[…] Kilometer: Ich bin doch keine Maschine. […]

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Nina Januar 26, 2017 at 5:55 pm

Liebe Laura, deine Fragen lese ich gerade in einem sehr passenden Moment – eine Umschwungphase, in der viel passiert in mir. Vielen lieben Dank für die so auf den Punkt gebrachten Fragen, die mir absolut helfen, mich zurechtzufinden im Chaos um mich – das ich vermutlich auch selbst zu verantworten habe.
In diesem Sinne: Es ist nie zu spät so zu werden, wie man gerne gewesen wäre.
Liebe Grüße, Nina

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Laura Januar 26, 2017 at 7:43 pm

Liebe Nina, vielen lieben Dank für den Kommentar – super schön, dass die Fragen dir helfen konnten!
Ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim Durchstarten!

Lieben Gruß, Laura

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Alice Februar 23, 2016 at 6:39 pm

Ein unglaublich schöner Text! ich mag es total, wie du schreibst und bin jetzt auch gleich mal gefolgt 🙂
Ich freue mich auf weitere inspirierende Texte 🙂

Liebste Grüße
Alice von frmlss.blogspot.com

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Laura Februar 23, 2016 at 9:32 pm

Oh, vielen vielen lieben Dank! Vielleicht hast du ja dann vielleicht mal Lust ein Teil vom Fragen-Freitag zu sein 😉

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