Warum?

März 4, 2016

Fragen-Freitag #2

Wir Menschen suchen ständig nach dem Sinn in etwas. Denn Sinn des Lebens zum Beispiel. Stellt man der guten Apple-Freundin Siri die Frage nach dem Sinn des Lebens, antwortet diese nur keck: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“, „Über Fragen wie diese nachzudenken“ und „Da bin ich überfordert“. Kein Wunder, dass sind die meisten Menschen auch. Insbesondere dann, wenn wir in eine Krise geraten, drängt sich uns die Frage nach dem eigentlichen Sinn auf. Wir verändern uns ständig, passen uns unseren veränderten Wirklichkeiten jeden Tag aufs Neue an. Warum, wofür, wozu?

Die Frage nach dem „Warum“ ist die Frage nach der grundlegenden Ursache. Auf „Warum“-Fragen gibt es keine finale Antwort. Warum? Weil man immer wieder eine neue „Warum“-Frage anschließen kann, ganz egal, welche Antwort man parat hatte. Im schlimmsten Fall kann sie nie gut genug sein. Also schaffen diese Art von Fragen eine angespannte Atmosphäre, der Gefragte fühlt sich leicht bedrängt und hat das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen. Wir fühlen uns verhört und der Fragende sich unerhört. Sie lassen uns unbeantwortet und unbefriedigt zurück.

Warum gibt es dann die Frage „warum“?

Wenn wir klein sind, durchleben wir eine Phase, in denen wir alle um uns herum mit „Warum“-Fragen bombardieren. Wir saugen alles auf, was uns die Welt ein Stückchen besser erklärt. Für Kinder ist alles neu, auch das Fragestellen. Wir haben es uns zur Gewohnheit gemacht, die Natur in Kausalketten zu betrachten. Wir denken in Ursache und darauf folgender Wirkung.

Warum wir die Frage trotzdem brauchen?

Der Tagesspiegel wirft die interessante Sichtweise auf, anstatt nach dem „Warum“ besser nach dem „Wie kommt es, dass…“ zu fragen. Zurückgeführt auf Überlegungen des Evolutionsbiologen Dawkins könne demnach das „Wie“ die Frage nach dem „Warum“ weitgehend ersetzen. In dem Artikel könnt ihr nachlesen, wie das funktioniert. Ich finde, dass nach dem „Warum“ zu fragen, trotz alledem sehr wichtig sein kann. Diese Methode hilft uns, Problemen auf den Grund zu gehen und sie zu lösen. Sie zwingt uns, andere Blickwinkel einzunehmen und aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Sollte die Warum-Frage nicht befriedigend sein, so kann man immer noch auf „Wozu“ zurückgreifen. „Warum“ blickt meist in die Vergangenheit: Warum ist es etwas so passiert? Warum bin ich gescheitert? Warum ich? Fragt man hier aber nach dem „Wozu“, richtet man seinen Blick in die Zukunft: Wozu ist so etwas passiert? Wozu bin ich gescheitert? Wozu ich? Ihr seht – es handelt sich um genau die gleichen Fragen, jedoch fallen sie ganz anders ins Gewicht. „Die Frage nach dem Wozu verwandelt selbst den Schicksalsschlag in eine wichtige Station auf einem Weg, der ein Ziel verfolgt. Und das gibt Hoffnung und macht Mut.“ – Karrierebibel

Zum Abschluss: Ein paar „Warum“-Fragen zum Nachdenken

  • Warum glauben einem Leute sofort, wenn man ihnen sagt, dass es am Himmel 400 Billionen Sterne gibt, aber wenn man ihnen sagt, dass die Bank frisch gestrichen ist, müssen sie draufpatschen?
  • Warum klebt „Alleskleber“ überall, nur nicht auf der Innenseite der Tube?
  • Warum besteht Zitronenlimonade größtenteils aus künstlichen Zutaten, während in Geschirrspülmittel richtiger Zitronensaft drin ist?
  • Warum laufen Nasen, während Füße riechen?
  • Warum gibt es in Flugzeugen Schwimmwesten, anstatt Fallschirme?
  • Warum ist nie besetzt, wenn man eine falsche Nummer wählt?
  • Warum haben Männer Brustwarzen?
  • Warum ist der Himmel blau?
  • Warum gibt es mehr Fragen als Antworten?

Für alle, die sich noch weiter mit der Suche nach dem Sinn beschäftigen möchten – einmal bitte hier entlang.


Das war wieder ein Fragen-Freitag-Beitrag! Du willst auch Teil meines Blog werden? Dann lass mir einen Kommentar mit deiner Frage, einem Schlagwort oder einem Satz deiner Wahl da. Oder schreib mir eine E-Mail an kontakt@lilakey.de. Ich werde mich bemühen, jede Anfrage einzubinden. Fordere mich heraus und mach mit bei dieser Geschichten-Challenge! Danke an die liebe Heike, für die Einsendung der heutigen Frage.

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3 comments

Heike März 14, 2016 at 2:19 pm

Liebe Laura,
🙇💭💭➡📲☺okay.
Viele Grüsse
Heike

Reply
Heike März 11, 2016 at 2:14 pm

Liebe Laura,
„warum“ kommt mein Kommentar verspätet😉? Hier hilft der Blick in die Vergangenheit tatsächlich: Es war einfach zuviel zu tun. Ob es sinnvoll war😨? Dazu müsste ich laut Dir nun die Frage „wozu“ stellen☺……. Den Gegensatz, den Du aufspannst , finde ich interessant. Für mich war die Frage „warum“ immer die Urfrage des Menschen an sich: “ Warum sind die Dinge so und so?“ Was ist der Grund dafür? Ganz ohne Wertung. Ich stimme Dir aber aus Erfahrung zu, dass sich viele dadurch unbeabsichtigt bedrängt fühlen. Das habe ich lange nicht verstanden😯. Danke fürs Daran – Erinnern☺! Dann werde ich mit der gleichen Absicht ins rücksichtsvollere “ Wie kommt es, dass…..“ wechseln😊.
Und wie es kommt, dass es Schwimmwesten statt Fallschirme im Flugzeug gibt – das werde ich mich beim nächsten Flug auch fragen. Und vielleicht die Stewardess. Oder doch etwas drängender: „Warum gibt es keine…..?“ Denn dann schaffen sie vielleicht beides an😁.
Sei
herzlich gegrüsst
Heike von mybeaubigny

Reply
Laura März 13, 2016 at 10:59 pm

Liebe Heike,
es freut mich, dass die Antwort dir gefallen hat. Wenn du noch eine Frage, einen Satz oder ein Wort hast – immer her damit!
Beste Grüße

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