Oh, warte… Ist denn schon wieder Weihnachten?

Dezember 25, 2016

Wie jedes Jahr geht die große Pilgerreise wieder los: Menschen quetschen sich in viel zu volle Züge, mit viel zu viel Gepäck und versuchen, ihren Kindern oder alternativ den geliebten Haustierchen die Reise so angenehm wie möglich zu gestalten. Studenten packen ihren Rucksack und diverse Jutebeutel mit schlecht verpackten Geschenken. Alle mühen sich ab, pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen in der Heimat zu sein. Es ist voller als sonst. Es ist viel mehr los auf den Gleisen, Straßen und Flughäfen des Landes. Und doch haben all diese Menschen ein Lächeln im Gesicht. Wenn auch ein abgehetztes, es ist da. Auf meiner Reise in den Norden werden mir zwei Studentinnen begegnen, eine davon mit zwei Kaninchen bepackt. Sie hatte sie sich vor 1,5 Jahren zugelegt, ganz unüberlegt. Sie kümmert sich ganz liebevoll um sie.

Mein Zug geht um 04:15 Uhr am Morgen des 23. Dezembers. Weihnachtsgeschenke habe ich keine dabei; zwei Pakete wurden bereits zu meiner Mum geschickt und den Rest werde ich im Laufe des Tages kaufen. Sobald ich alle Geschenke beisammen habe, werden sie von Mum eingepackt (außer ihre eigenen, obwohl sie bereits weiß, was sie bekommt). Meine Weihnachtsvorbereitung besteht damit (wieder einmal) aus einem Zugticket, einem Koffer voll Dreckwäsche (Zuhause wäscht es sich einfach am besten – nein, im Ernst, meine Waschmarken sind alle), einer leeren Plätzchendose und Amazon-Bestellungen. Klingt super pragmatisch, aber so ist das eben. Alle Jahre wieder.

Heiligabend läuft bei uns immer gleich ab: Es gibt Kartoffelsalat auf Senf-Basis und Bockwürstchen. Danach werden die Geschenke ausgewürfelt. Wer eine sechs hat, darf sich ein Geschenk nehmen. Ausgepackt wird aber erst, wenn alle ihre Geschenke vor sich stehen haben. Wenn die Großeltern und der Bruder dann nach Hause fahren, schmeißen Mum und ich den Fernseher an und schauen uns DVDs an, die ich ihr in dem Jahr geschenkt habe.

Den ersten Weihnachtstag feiern wir traditionell bei meinen Großeltern mit Rotkohl, diversen Arten von Fleisch und Kartoffeln. Traditionelleres Essen geht schon gar nicht mehr. Heute werde ich also wieder mein Lieblingsbuch in die Hand nehmen „Die große Welt der Tiere“, mich in den alten Sessel meines Urgroßvaters kuscheln und diese kurze Ruhe genießen, bevor das große Festmahl losgeht. Die Ruhe vor dem Weihnachtssturm sozusagen.

Am zweiten Weihnachtstag bin ich im Osten, da warten dann mein Dad, meine Stiefmutter, die anderen Großeltern und mein Bruderherz auf mich. Was es dort zu Essen gibt? Ich lass mich überraschen 😉 Leider klopft dann auch schon die Abreise vor der Tür…mein Weihnachtsurlaub beschränkt sich auf den 23.12. Besinnlich zur Ruhe kommen, sieht anders aus.  Jedes Jahr nehme ich mir wieder vor, das nächste umso früher, besser, weihnachtlicher vorzubereiten. Dieses Jahr ging das mehr als in die Hose. Aber vielleicht nächstes Jahr…?

Aber jetzt: Erstmal drei Tage gutes Essen genießen.

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4 comments

katy fox Dezember 25, 2016 at 10:22 pm

hört sich nach einen richtig tollen plan an 🙂 die idee mit den würfeln finde ich voll lieb 🙂 wir wichteln immer u ich liebe es zuzuschauen wie andere die geschenke auspacken und sich freuen 🙂
glg katy

http://www.lakatyfox.com

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Laura Dezember 26, 2016 at 2:26 am

Danke dir! Wichteln haben wir auch gemacht, aber „nur“ von der Arbeit aus 🙂
LG Laura

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Katta Dezember 25, 2016 at 10:45 am

Klingt doch ganz wunderbar <3 Gefällt mir!

Allerliebste Grüße,
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Laura Dezember 25, 2016 at 6:04 pm

Ohhh vielen lieben Dank!
Ich wünsche dir noch frohe Festtage! <3

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