Ich war ein Idiot.

Dezember 11, 2016

Wieder einmal eine Nacht um die Ohren geschlagen, wieder einmal laut gedacht. Wieder einmal den Gedanken nachgehangen, wieder einmal den Albträumen nachgejagt. Stunden vergingen und keine Lösung ward ausgemacht, Sekunden vergingen, Tränen rinnen.

Nicht eine Sekunde hast du mich angeblickt, so kam es, wie es musste, unser Streit war die Kür. Ein YouTube-Video nach dem nächsten angeklickt, der Schlaf klopfte einfach an der nächsten Tür. Stunden vergingen und alles klang wie ausgedacht, Sekunden vergingen, würde bitte jemand das zu Ende bringen?

[Contenance, den Tränen keine Chance]

Es verstrich eine weitere Nacht, ohne Antworten und mit so vielen Fragen. Bisher hattest du stets über mich gewacht, obwohl an verschiedenen Orten, wir konnten uns einfach nicht lossagen. Tage vergingen, keine Lösung ward ausgemacht, Stunden vergingen, wie können wir das bezwingen?

So vieles, was ich dir sagen möchte, so vieles, ach, könnte ich es bloß wagen. So vieles, was du mir antworten könntest, so vieles, unser großer leerer Raum voller schöner Fragen. Es wird enger, ich habe keinen Ausweg parat. Meine Vorwürfe werden strenger, es grenzt an Verrat. Wieder einmal eine Nacht um die Ohren geschlagen, wieder einmal laut gedacht. Wie lange können wir diese Schuld auf unseren Schultern tragen, ich will diese Dunkelheit doch einfach nur verjagen. Wieder einmal den Gedanken nachgehangen, wieder einmal den Albträumen nachgegeben.

Ich vermisse dein Lächeln, deine Berührung, deinen Charme. Vermisse die unbeschwerlichen Tage, keine Frage. Vielleicht kommt eine glückliche Fügung? Ich hoffe es und warte. Du vermisst mein Lächeln, meine Umarmung und meine sonnige Art. Vielleicht können wir zurück, sagst du und hoffst auf ein kleines bisschen Glück.

[Don’t listen to a word I say]

Häufig geredet, vieles tot gequatscht, immer mal wieder dabei gelacht, Nächte durchgemacht, doch am Ende wurden unsere Nerven schwach. Es gab eine Zeit, da wir hofften, glaubten, wir liebten und waren frei. Du und ich, wir sind gefangen im Strudel von Missverständnissen, schrägen Geschichten und Umwegen, die wir besser zusammen gegangen wären.

Wir sind ein tragischer Fall zweier Liebenden.

Fragen über Fragen, sie verstimmen uns und verkrampfen meinen Magen. Wie lange können wir das noch ertragen, ich mein, sollen wir es wirklich immer wieder wagen? Klagen über Klagen, sie bestimmen uns, während wir übereinander lagen, ängstlich und verwirrt, als wären wir einander des anderen Anker.

Ich will schreien, lieben, laufen, wüten. Ich will nach vorn, nach hinten, zurück und zu dir. Hör doch nicht auf das, was ich sage. Ich mein, merkst du denn nicht, wie absurd meine Worte klingen?

[Now we’re torn torn torn apart – there is nothing we can do]

Tränen rinnen, sag, sind wir wie von Sinnen? – als würden wir immer wieder von vorne beginnen. Das Rad der Emotionen hat schon längst seinen Halt verloren, es schlägt seine Wogen, Worte suchen ihren Sinn. Sag, wann ist das Ende nah? Fragen über Fragen, was ließe sich noch sagen? Schließlich hört doch niemand unsere Klagen.

[Cause the truth may vary this ship will cary our bodies safe to shore]

Wir verlieren den Kampf, wehre dich nicht und lass es geschehen. Shht… bald ist es vorbei. Es ist okay.

Häufig geredet, vieles tot gequatscht, immer mal wieder dabei gelacht, Nächte durchgemacht, doch am Ende wurden unsere Nerven schwach.

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Fotos | Sandra Niederlöhner
Pullover | H&M
Hose | Esprit
Schuhe | Zalando

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