Glaubst du, es gibt Menschen, die vor nichts Angst haben?

April 22, 2016

Fragen-Freitag #7

Wenn du menschlich bist, hast du Angst. – Robin Sharma

Ich könnte eine ganze Liste voller Dinge niederschreiben, die mir Angst machen. Manche davon sind natürlich, andere belustigend, wieder andere stehen mir im Weg. Und die machen mir am meisten zu schaffen. Meistens sind sie oberflächlich, andere sind Urängste, viele davon welche, die es zu überwinden gilt. Wovor habe ich am meisten Angst?  Situationen, die noch nicht einmal stattgefunden haben à la „Waste it on fixing all the problems, that you made in your own head…“ sangen schon Mumford and Sons. Also meistens eher Panikmache als sinnvolle Beunruhigung.

Ich könnte jedoch eine mindestens genau so lange Liste von Dingen niederschreiben, die mir Mut machen. Angst macht uns nachdenklicher und umsichtiger. Angst zu haben, ist also gut und positiv. Sie sollte nur nichts unüberwindbares, lähmendes sein. Ein bisschen weniger Panikmache und Angst ist also ebenso gut. Ich bin dafür, dass wir mutiger sind. Jedes Ereignis, bei dem man seinen Mut mit seiner Angst kämpfen ließ und einen Sieg davon trug, ist ein gutes Ereignis.

Wovor hast Du Angst?

Ich glaube nicht, dass es Menschen gibt, die völlig angstfrei leben (ausgenommen folgende Patientin „SM“). Ich denke, dass es Menschen gibt, die nichts mehr zu verlieren haben und deswegen zu einigem mehr bereit sind als andere. Gehörst du zu den anderen und möchtest angstbefreiter durch das Leben gehen, verinnerliche folgenden Satz: Angst entsteht im Kopf und kann deswegen auch nur dort überwunden werden. In manchen Situationen hilft natürlich auch eine lange und feste Umarmung sowie die Notfall-Schokolade.

Wie fühlt es sich an, Angst zu haben?

Die Welt hat eine interaktive Reportage über die Angst zusammengestellt – unglaublich lesenswert, meine Lieben! Dazu haben sie eine Simulation bereitgestellt, mit der ihr erleben könnt, wie es ist, im Alltag Angst zu haben.  Stell dir vor, du bist Angstpatient: Trotz extremer Platzangst musst du eine Bahnfahrt von fünf Stationen durchhalten – nachdem du den Schritt lange gemieden hast. Drängelnde Mitfahrer, Enge und plötzlicher Stromausfall machen die Sachen nicht einfacher. Du musst deinen stetig steigenden Puls kontrollieren. Zur Beruhigung gibt es Hilfsmittel – Wasser, ein Stressball, Ablenkung. Aber die Herausforderung steigen! Wer heute noch kein Herzklopfen hatte – bitte einmal hier entlang.

Daneben kann ich den Blog von IHAA (Ich habe auch Angst) sehr empfehlen. Dort findet ihr nützliche Links und Blogeinträge, die eine neue Sicht und neue Wege aus der Angst beleuchten.

Ansonsten könnt ihr euch gerne mit folgendem YouTube-Video von Ella TheBee berieseln lassen: ICH HAB ANGST!


Das war wieder ein Fragen-Freitag-Beitrag! Du willst auch Teil meines Blog werden? Dann lass mir einen Kommentar mit deiner Frage, einem Schlagwort oder einem Satz deiner Wahl da. Oder schreib mir eine E-Mail an kontakt@lilakey.de. Ich werde mich bemühen, jede Anfrage einzubinden. Fordere mich heraus und mach mit bei dieser Geschichten-Challenge! Danke an Stella für das Einsenden der heutigen Frage.

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