Laura

Wer bin ich? Bin ich diese da oder jene? Oder bin ich beides zugleich? Vor Menschen eine Visionärin und vor mir selbst eine Träumerin?

Wer bin ich? Das ist eine gute Frage. Ich könnte jetzt mit den einfachen Fakten kommen: Geboren und aufgewachsen in Braunschweig erlebte ich eine idyllische Kindheit bis… naja, das ist nicht mein Stil. Dann vielleicht: Nach dem Abi 2011 zog ich hinaus in die Welt, um auf die Nase zu fallen. Das anfängliche Studium wollte mir nicht so recht passen und auch Hannover war nicht die Stadt meiner innigsten Träume. Also habe ich den Dreck von den Klamotten geputzt, die Haare gerichtet und mich wieder ins Gefecht der Ungewissheit geschwungen! Das kurze Abenteuer werde ich aber bis heute aber nicht vergessen (danke an die 4er Mädels-Power-WG!). Die nächste Stationen hießen Werbeagentur, dann neues Studium, kurzzeitig VW und dann eine Presseagentur in München, demnächst Hamburg (meine Perle!). Das ist mein bisheriger beruflicher Werdegang, aber definiert das, wer ich bin?

Ich liebe Sport, gutes Essen, Hair-Tutorials und schaue grausige Dokumentationen, wenn ich nicht einschlafen kann. Meine besten Freunde heißen Ektorp (das kuschligste IKEA-Sofa überhaupt) und Filmabende. Leider besitze ich ersteres nicht und muss immer zur Couch meiner Freundin ausweichen (Cheers, Sweetie!) und zweiteres gönne ich mir leider viel zu selten. Natürlich habe ich noch echte Freunde, aus Fleisch und Blut, die stehen natürlich an erster Stelle. Meine direkte Art schüchtert Menschen manchmal ein, ich bin sehr extrovertiert und würde manchmal so einigen Menschen auf der Straße gerne kostenlos einen neuen Haarschnitt bzw. eine neue Haarfarbe verpassen (lange Walla-Walla-Mähne ist zwar angesagt, aaaaber steht wirklich nicht jedem, Mädels: Traut Euch was!). Wenn mich fremde Menschen ansprechen, wünsche ich mir immer, ich könnte mal ganz elegant auf englisch oder norwegisch antworten (mein Großvater ist Norweger), aber die Ehrlichkeit siegt. Außerdem bin ich jedes Mal ganz überrascht und aufgeregt, wenn ich ohne Vorwarnung auf der Straße angesprochen werde. Da würde es mir nie in den Sinn kommen, zu schauspielern. Oh und ich liebe Mittagsschlaf. Aber der ist heikel: Entweder du wachst ganz entspannt und ausgeruht auf oder du hast Kopfschmerzen, einen trockenen Hals und keine Ahnung, welches Jahr wir eigentlich haben.

Das sind alles interessante Blickwinkel und Ansätze, aber wer bin ich WIRKLICH? Das lässt sich nicht in ein, zwei Blogposts beschreiben. Das ganze große Bild eines Menschen lernen manchmal nicht einmal die Menschen kennen, die die meiste Zeit mit diesem Menschen gemeinsam verbringen. Schaut Euch nur einmal Arbeitskollegen an: Wer von Euch kann behaupten, den Alltag und die ganze Persönlichkeit voneinander zu kennen? Welche Sorgen, Ängste, Wünsche, Träume, Erlebnisse und Geschichten der andere auf Lager hat?

Deswegen: Lest meine Texte, sie zeugen von all den Abenteuern meiner kleinen Welt und in jeder Geschichte, könnt Ihr eine neue Facette von mir entdecken. Mit jedem neuen Text, entdecke ich neue Eigenschaften an mir und gestalte mein Ich ganz neu, auch wenn es manchmal nur für einen Moment oder eine Situation sein sollte. Das ist das Schöne am Menschsein: Man hat stets die Möglichkeit sich neu zu definieren und sich immer weiter zu entwickeln. Niemand erwartet von Euch für immer so zu bleiben, wie ihr heute seid.

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