Wie schaffst du es, nur 1x in der Woche, Haare zu waschen?

Mai 5, 2017

HAARE NUR EINMAL IN DER WOCHE WASCHEN: SO GEHT’S #FragenFreitag

Ach, das liebe Haarthema! Nur einmal in der Woche die Haare zu waschen, klingt für viele eklig. Einige Freunde meinerseits können nicht anders als sich jeden Tag die Haare zu waschen. Sie fetten zu schnell nach. Dass das nicht gut für die Kopfhaut ist, wissen sie. Aber sie können nicht anders, teilweise auch, weil sie nicht wissen wie.

Bei meinem letzten Frisörbesuch in Braunschweig bei Maher Aslan wurden mir die Augen geöffnet. Während ich über dem Waschbecken hing, Eddys Finger in meinen Haaren wuselten und ich gerade die Augen schließen wollte, um eine Runde zu entspannen, räusperte sich mein Frisör und fing an, um das Waschbecken zu tänzeln. „Ich meine das jetzt wirklich nicht negativ, also nichts gegen dich, aber deine Haare sind sau-mäßig trocken.“ Ich brach in lautes Lachen aus: „Und ich dachte schon, du willst jetzt wer weiß was sagen.“ Nachdem unsere persönlichen Befindlichkeiten beiseite geschafft waren, erklärte Eddy mir, wie die richtige Pflege funktioniert. Natürlich hatte ich es jahrelang falsch gemacht.

girl in shower washing hair

DIE RICHTIGE PFLEGE

Wie jemand seine Haare wäscht, ist das, glaube ich, eine ganz persönliche Angelegenheit. Nicht ein jeder hat die gleiche Haarstruktur – von aalglatt, über wellig, zu afro ist noch vieles möglich – und nicht ein jeder verträgt jedes Shampoo oder jede Kur gleich. Trotzdem hier ein paar essenzielle Tipps, wie die richtige Pflege funktioniert. Also sagen wir so: Die Tipps, die bei mir funktionieren…

1. DIE ANFANGSZEIT WIRD FETTIG. SEHR FETTIG.

Früher wusch ich jeden dritten Tag meine Haare , doch dann hatte ich mal wenig Zeit und keine Lust. Als der Zopf dann fast schon ohne Zopfgummi hielt, war es endlich an der Zeit, sie zu waschen. So waren plötzlich 8 Tage ins Land gezogen. Diesen Rhythmus hielt ich bei und nach drei bis vier Wochen merkte ich, dass sie auch nicht mehr so schnell nachfetteten. Gut für mich, dass ich in dieser Übergangsphase keine wichtigen Termine hatte, sondern meine Zeit über Büchern für meine Bachelorarbeit verbrachte. So musste niemand meine fettige Haarpracht ertragen. Das ist jetzt ein Jahr her und den Rhythmus von einmal in der Woche verfolge ich immer noch.

2. VERZICHTET AUF DIE SPÜLUNG

Denn sie ist nicht gut für euch beziehungsweise eure Haare. Shampoo ja, Spülung nein. In den meisten Spülungen sind Silikone enthalten, die eure Haare zum Glänzen bringen, aber austrocknen und anfällig für Spliss und Co. machen. Verwendet besser eine Kur in die Haarspitzen und lasst diese ganze 10 Minuten einwirken. In der Zwischenzeit könnt ihr eurem Körper den letzten Schliff mit Duschgel/-schaum, einer Rasur oder was auch immer ihr sonst unter der Dusche machen wollt, verbringen. Am besten kämmt ihr euch nach Einmassieren der Kur gleich die Haare. Ja, die nassen Haare. Das reißt sie euch nicht mehr aus als ihr sowieso über den Tag verlieren würdet. Gerade wenn ihr eine solche Krause habt wie ich, ist es hilfreich sich die Haare im nassen Zustand zu kämmen, so kommt ihr später besser durch.

3.  FÖHNT EUCH ANSTÄNDIG DIE HAARE

Natürlich ist es gesund, wenn ihr den Föhn öfters mal beiseite und die Haare an der Luft trocknen lasst. Doch der Föhn kann gerade Frisuren-technisch wahre Wunder bewirken. Am besten nehmt ihr dazu eine Rundbürste. So gelingt die Föhnwelle perfekt. Dafür teile ich meine Haare in mehrere Abschnitte ein und stecke die anderen solange noch hoch bis sie an der Reihe sind. So wie es ein Frisör im Prinzip auch macht. Und dann wird Strähne für Strähne geföhnt. Damit schließt ihr eure Haare wieder und sie wirken weniger spröde.

4. NACH DEM TRAINING IST NICHT GLEICH VOR DEM WASCHEN

In trainingsintensiven Zeiten wird die Haarpracht alleine durch den ganzen Schweiß schon nass und salzig. Trotzdem muss ich dadurch und lasse auch kein Wasser über die Mähne laufen. Ich dusche, ohne die Haare auszuwaschen. Trotzdem fetten sie nicht so schnell und wenn sie wieder trocken sind, merkt man kaum, dass ich gerade 80 Minuten draußen laufen war. Am besten funktioniert das, wenn ich mir Zöpfe flechte, eine Cap oder ein Stirnband trage. Läuft der Schweiß halt direkt da rein.

Haare richtig pflegen


Du hast Fragen an mich oder generell Fragen, die du sonst niemandem stellen kannst? Dann immer her damit und mach mit beim Fragen-Freitag! Schreib mir eine E-Mail an kontakt@lilakey.de oder hinterlasse gerne einen Kommentar. Ich werde mich bemühen, jede Frage  einzubinden. Fordere mich heraus und mach mit beim #FragenFreitag!

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2 comments

Rebecca Mai 7, 2017 at 8:54 am

Danke für den Tipp, ich hab es auch schon mal versucht, die Haare ausfetten zu lassen, Ich benutze immer Spülung im letzten Drittel meiner Wolle, weil ich die sonst nicht durchgekämmt bekommen, ein einziger Knotensalat 😣🤔 aufgrund meiner Arbeit kann und will ich nicht die Haare so lang nicht waschen bis ich ausseh wie.. naja du weißt 😉 vielleicht bewirken deine Ratschläge etwas! Hab noch einen schönen Sonntag!

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Laura Mai 7, 2017 at 3:47 pm

Das mit der Krause kenne ich 😀 Das mit dem richtigen Zeitpunkt zum Ausfetten kenne ich, vielleicht klappt es ja bei dir noch 🙂 Und ansonsten kann man ja auch weniger als 7 Tage nehmen, sondern erstmal mit 4 anfangen und sich dann „hocharbeiten“. Vielleicht ist das ein ganz guter Mittelweg.
Lieben Gruß, Laura

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